Reisebericht Schottland
Unterwegs auf historischen Pfaden in Europa haben wir im Frühsommer diesen Jahres Schottland besucht. Aufgrund der Vielzahl von wirklich sehenswerten Platzen wird sich an dieser Stelle nur auf einen kleinen Teil des Landes beschränkt. Die Stadt Edinburgh steht hierbei im Vordergrund.
Edinburgh, im Herzen Schottlands zwischen den Pentland Hills im Südwesten und der Firth of Forth Bay im Norden gelegen, entwickelte sich am Fuß des Schlossfelsens um die im 6. Jahrhundert n. Chr. gebaute Burg. Im 11. Jahrhundert residierte hier Malcolm III., König von Schottland. König Robert Bruce gewährte Edinburgh im Jahre 1329 das Stadtrecht. 1437 löste die Stadt Perth als Hauptstadt ab, nachdem Jakob I. von Schottland dort ermordet worden war. Edinburghs Ausdehnung über seine mittelalterlichen Grenzen hinweg wurde 1767 vom Stadtrat beschlossen. Während des 18. und 19. Jahrhunderts florierte das kulturelle Leben in der Stadt. Sie war u. a. das Zuhause der Autoren Robert Burns, James Boswell und Sir Walter Scott sowie der Philosophen Adam Smith und David Hume.
![]() Edinburgh Castle Google Maps Referenz |
![]() Schottischer Pub Google Maps Referenz |
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![]() Abbotsford House Google Maps Referenz |
![]() Jedburgh Abbey Google Maps Referenz |
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![]() Haus in Melrose Google Maps Referenz |
![]() Merose Abbey Google Maps Referenz |
Das wohl herausragendes Bauwerk der Stadt ist die mittelalterliche Burg mit der Kathedrale Saint Margaret aus dem 11. Jahrhundert, die auf einem Felsen über der Stadt thront. Das Edinburgh Castle spielte eine bedeutende Rolle in der Geschichte Schottlands, was dem Besuchern des Castle durch die Fülle von Artefakten aus vielen Jahrhunderten verdeutlicht wird. Von Edinburgh Castle führt die Royal Mile zum Holyrood Palace, der königlichen Residenz aus dem 16. Jahrhundert. Noch heute prozessiert die königliche Familie einmal im Jahr auf dieser Straße.
Weitere sehenswerte Gebäude in der Altstadt sind die Kathedrale Saint Giles aus dem 12. Jahrhundert, das ehemalige Parlamentsgebäude, das heute den Obersten Gerichtshof des Landes beherbergt, und das Haus des protestantischen Reformators John Knox aus dem 16. Jahrhundert. Im Norden der Altstadt schließt sich die Neustadt an, welche im späten 18. Jahrhundert entstand. Die Alt- und Neustadt werden vom Princes Street Garden getrennt, einstmals ein Wassergraben, der im Jahr 1816 jedoch vollständig trockengelegt wurde.
Die Einzigartigkeit der bis heute hervorragend erhaltenen historischen Altstadt wurde 1995 durch die Aufnahme dieses Stadtkern als Weltkulturerbe der UNESCO (World Heritage) bestätigt. Hier finden sich eine große Anzahl der traditionellen Kiltmaker (Hersteller der schottischen Nationaltracht) und Scotish Pub's. Zu Edinburghs kulturellen Institutionen gehören die Nationalgalerie Schottlands (1859), die schottische Portraitgalerie (1882), das königlich schottische Museum (1854) und die Museen der modernen Kunst und der schottischen Geschichte. Das internationale Edinburgh Festival, welches seit 1947 alljährlich stattfindet, ist ein weltbekanntes Kunstfestival. Die Universität Edinburgh (1583) ist besonders wegen ihrer Lehren in Medizin und Recht bekannt. Weitere Bildungseinrichtungen sind die Heriot-Watt-Universität (1821), das Edinburgh College of Art (1907) und Colleges für Architektur, Technik, Erziehung und Theologie.
![]() Edinburgh |
![]() Forth Rail Bridge Download 3D-Modell für Google Earth |
Nördlich von Edinburgh findet man ein weiteres imposantes Brückenbauwerk: die Forth Rail Bridge. Sie wurde in den Jahren 1882-1890 von Benjamin Baker und John Fowler erbaut und verbindet Edinburgh im Stadtteil Queensferry mit dem Norden Schottlands.
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Weitere Informationen sind beim Yahoo UK City Guide Edinburgh, in den Edinburgh Picturesque Notes von Robert L. Stevenson und in der Wikipedia Enzyklopädie verfügbar. Die Quellen sind teilweise in englischer Sprache. Des weiteren ist auf dem Server Visitbritain.com ein ausführlicher Reise-Guide für Schottland und England in deutscher Sprache abrufbar.









