Reisebericht La Palma
Im November 2000 waren meine Freundin und ich für zwei Wochen das erste Mal auf der Kanareninsel La Palma. In den folgenden Jahren sind wir beinahe jedes Jahr erneut dort gewesen. Die Insel La Palma ist die westlichste Insel des kanarischen Archipels und hat eine Fläche von knapp 710 Quadratkilometer. Die Inselhauptstadt Santa Cruz de la Palma und liegt an der Ostküste. Sie verfügt über einen internationalen Airport sowie einen kleinen Seehafen, über den hauptsächlich die Versorgung der Insel gewährleistet wird. Auf der kanarischen Insel La Palma wohnen rund 86.000 Einwohner (Stand Anfang 2005).
Aufgrund des starken Einflusses der Passatwinde weist die Insel im Gegensatz zu den anderen Kanarischen Inseln wie Fuerteventura eine besonders reichhaltige Flora und Fauna aus. Das ganze Jahr über herrscht hier ein mit durchschnittlich 20 bis 25 Grad Celsius recht angenehmes Klima. So wird Urlaub weder langweilig noch stressig.
Eine kleine Auswahl der über 200 Aufnahmen haben wir nachfolgend einmal eingescannt. Mit einem Mausklick auf die Bilder gibt es eine vergrößerte Ansicht. Daneben bietet der Reisebericht auch ein paar praktische Tipps und Empfehlungen.
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Blick in die rund 19 Kilometer im Durchmesser große Caldera de Taburiente auf rund 2.400 Meter Höhe. Die Wolken versperren leider den direkten Blick in die Vulkanöffnung, schaffen dafür aber ein imposantes Schauspiel. In der Regel hat man lediglich im Frühjahr oder bei besonderen Wetterlagen einen relativ klaren Blick in den tiefen Schlot des ehemaligen Vulkans. Innerhalb der Caldera wurde mit dem Parque Nacional de la Caldera de Taburiente ein Nationalpark geschaffen, der u.a. knapp 20 endemische Pflanzenarten beheimatet. Theorien zur Entstehung des Vulkans werden hier erläutert. Google Maps Referenz |
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Ein Haus im kanarischen Baustil in Los Llanos. Interessant ist, dass viele Häuser Verzierungen im gotischen und romanischen Stil haben. Es ist ein Indiz für den starken Einfluss der spanischen Eroberer aus dem 13. bis 15. Jahrhundert. Daneben sind aber auch eine Reihe von maurischen Stilelementen bei vielen Gebäuden zu finden. Die für die spanische Architektur typischen Holzbalkone sind hier leider nicht zu sehen, wenngleich es beispielsweise in der Innenstadt von Santa Cruz de la Palma eine ganze Reihe entsprechender Häuser gibt. Google Maps Referenz |
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So sieht eine Bananenstaude aus. Das rote Teil am unteren Ende des Fruchtstandes ist die riesige Blüte. Bananenpflanzen sind im Übrigen Zwitter, d.h. die Pflanze ist zweigeschlechtlich, und bekommen deshalb kurz vor Öffnung der Blüte meistens einen Plastik-Sack umgehängt, der die optimale Bestäubung bzw. Befruchtung der Blüten unterstützen soll. Google Maps Referenz |
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Die Bergstraße im Norden der Insel führt quer durch einen großen Nadelwald. Es sind hier vorwiegend Zedern und endemische Kanarische Kiefern anzutreffen. Interessant ist das Farbenspiel der grünen Bäume, der braunen Erde und des blauen Himmels. Google Maps Referenz |
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Meine Freundin auf der Promenade von Tazacorte an der Westküste von La Palma. Tazacorte ist ein kleiner Ort mitten in einer Bananenplantage, der jedoch viel Flair bietet. Insbesondere die kleinen Ortschaften bieten eine Reihe Möglichkeiten, sowohl landestypische Gerichte als auch recht preiswert Essen zu gehen. In Santa Cruz de la Palma, Los Llanos de Aridane und Puerto Naos ist zwar die Anzahl Restaurants wesentlich größer, doch ist auch das Pricing zum Teil exorbitant - Currywurst mit Pommes kann man schließlich wesentlich günstiger auch zu Hause in Deutschland essen ;-) Google Maps Referenz |
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So sieht die Ostseite der Insel La Palma aus. Diese Aufnahme entstand in der Nähe des Ortes Villa de Mazo, welcher neben einem berühmten traditionellen Markt auch eine bekannte Keramikstube beherbergt. Diese bietet fast jeden Tag die Möglichkeit, die inseltypischen Keramiken und deren traditionelle Fertigung zu begutachten. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall. Google Maps Referenz |
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Wer wollte nicht schon immer einmal wissen, wie die Früchte der Dattelpalme aussehen: Hier des Rätsels Lösung. Das kleine weiße Auto, welches zwischen den Palmen durchscheint, ist unser Mietwagen gewesen. Übrigens: Ein Nissan Micra ist eindeutig untermotorisiert für die Insel. Google Maps Referenz |
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Wirklich einmalig ist eine Tour mit dem im Hafen von Tazacorte stationierten Katamaran Fancy II zu den Delphinen und Walen vor der Westküste von La Palma. Ohne große Schwierigkeiten kann man hier die verschiedenen Meeressäuger beobachten. Leider ist man hier auf ein wenig Eigeninitiative angewiesen: Keiner der großen bundesdeutschen Reiseveranstalter hatte bis 2005 die Touren im Programm. Google Maps Referenz |
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Eine kleine Gruppe Delphine schwimmt direkt vor dem Boot und wer in die Rümpfe des Katamarans geht, kann noch einen Blick durch die Fenster im Boden des Schiffes auf die Delphine werfen. Der Skipper ist ein ausgewiesener Experte in den Gewässern rund um La Palma. Es ist also eher unwahrscheinlich, auf einer Tour nichts zu sehen. Google Maps Referenz |
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Direkt über den Wolken hat man einen großartigen Ausblick. Wenn das Wetter mitspielt, was in der Regel der Fall ist, dann kann man von hier aus auch den 3.718 Meter hohen Mt. Pico del Teide auf Teneriffa sehen. Der Mt. Pico del Teide ist übrigens Spaniens höchste Erhebung. Google Maps Referenz |
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In San Andrés, ein paar Kilometer nördlich von Santa Cruz de la Palma gelegen, hat man an der felsigen Küste einen Swimmingpool direkt in den Fels gehauen. Das Meerwasser wird in den Pool gepumpt und läuft vorne wieder heraus. Die Wassertemperatur habe ich leider nicht geprüft ;-) Google Maps Referenz |
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Die höchste Erhebung auf La Palma, der 2.426 Meter hohe Mt. Roque de los Muchachos, beherbergt eine ganze Reihe an astronomischen Teleskopen, die von verschiedenen europäischen Nationen respektive universitären Einrichtungen betrieben werden. Im Vordergrund ist das Wilhelm-Herschel-Teleskop (WHT) zu sehen. Google Maps Referenz |
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Auf dem Meer ein Blick zurück auf die Westseite der Insel La Palma. Im Hintergrund ist deutlich die Öffnung der Caldera des Mt. Taburiente zu sehen. Die Westseite wirkt im Gegensatz zur Nord- und Ostseite relativ karg, was aber bei näherer Betrachtung vor Ort täuscht. Google Maps Referenz |
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Der Hafen der Hauptstadt von La Palma, St. Cruz de la Palma, ist zwar nicht groß, doch findet man hier immer wieder schöne Segelboote und Yachten. Von Zeit zu Zeit kann man hier auch einige Kreuzfahrtschiffe bedeutender europäischer Touristikunternehmen beobachten. Santa Cruz de la Palma zählt neben Arrecife auf Lanzarote und einigen Häfen auf Grand Canaria sowie Teneriffa zu beliebten Anlaufhäfen. Google Maps Referenz |
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Die Insel La Palma ist die grünste der Kanarischen Inseln. Und selbst im Herbst findet man, wie hier an der Promenade von Tenagua, ein Meer von blühenden oder immergrünen Pflanzen. Ursächlich hierfür ist die Cumbre Nueva, die Bergkette im inneren der Insel verantwortlich, die als Art Regelscheide fungiert. Google Maps Referenz |
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Hier ist der Verfasser des Artikels auf dem Mt. Roque de los Muchachos. Im Hintergrund sind einige Teleskope der Isaac Newton Telescope Group (ING) zu sehen. Am Abend ist es hier oben schon ziemlich kalt. Selbst im Sommer kann es in der Nacht gefrieren. Im Winter fällt manchmal auch ein wenig Schnee auf den Gipfeln der Berge, jedoch ist die weiße Pracht in der Regel nicht von langer Dauer. Google Maps Referenz |
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Die vom Atlantischen Ozean kommenden Passatwolken vollführen auf La Palma immer ein eindrucksvolles Schauspiel: Sie klettern auf der Westseite die Berge hinauf, um auf der Ostseite langsam wieder abzufallen. Auf dieser Aufnahme sind die Wolkenstrukturen recht gut zu erkennen. Eine ausgiebige Regensaison gibt es jedoch nicht. Die Niederschläge sind, ausgenommen von den Sommermonaten, relativ moderat und gleichmäßig verteilt. Google Maps Referenz |
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Das von Norden nach Süden etwa in der Mitte der Insel längst verlaufende Gebirge, die so genannte Cumbre Nueva, bietet an vielen Stellen, den so genannten Bruchkanten, einen Einblick in die geologischen Strukturen. Vorwiegend sind rot und gelb schimmernde Sedimente zu finden. Weitere Informationen zur geologischen und vulkanischen Natur der Insel bietet der Bericht einer Exkursion der Ruhr-Universität Bochum. Google Maps Referenz |
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Die Poolanlage des Hotels bot stets ein mediterranes Flair, da sie im Windschatten des Hotelgebäudes lag und sehr schön mit tropischen Pflanzen eingefasst war. Massentourismus typische Phänomene braucht man hier nicht zu fürchten. Google Maps Referenz |
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Dies ist ein Blick auf das nächtliche St. Cruz de la Palma. Von unserem Hotel aus gelang man in nur 10 Minuten per Auto in die schön restaurierte Hauptstadt der Insel, wenngleich man sicherlich nicht mit dem Night Life anderer großer Metropolen auf beispielsweise Gran Canaria oder Teneriffa rechnen darf. Google Maps Referenz |
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Hier bietet sich ein schönen Ausblick auf einen Teil der verschiedenen Teleskope, die unter der Regie der Europäischen Südsternwarte (ESO) betriebenen werden. Die Türme im Vordergrund sind Sonnenobservatorien, die vorwiegend von Schweden betrieben werden. Google Maps Referenz |
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Die Gesteinsschichten enthalten oft Einschlüsse von Schwefel und Eisen. Daneben bietet sie einen guten Einblick in den inneren Aufbau eines pleistozänen Vulkans. Das Sonnenlicht schafft einen hervorragenden Kontrast zum darüberliegenden Deckgestein sowie den kargen Pflanzenbewuchs oberhalb von 2.000 Meter Höhe. Steinschlag ist hier leider an der Tagesordnung. Google Maps Referenz |
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Die Serpentinen, die quasi rund um die Insel führen, verlaufen immer wieder durch Mischwälder. Im Norden der Insel finden sich eine Reihe von Lorbeerwälder. Aufgrund der Einzigartigkeit dieser Wälder stehen sie unter Naturschutz. Google Maps Referenz |
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Eine Aufnahme des Nordic Optical Telescope (NOT), das als Gemeinschaftsprojekt von einigen skandinavischen Ländern betrieben wird. Es beherbergt ein klassisches Spiegelteleskop, welches einen Durchmesser von 2,50 Meter hat. Obwohl der Standort La Palma für Astronomen sehr attraktive Wetterbedingungen bietet, ist die Entscheidung bei zwei Großprojekte, nämlich dem European Extremely Large Telescope (E-ELT) und dem Large Synoptic Survey Telescope (LSST), leider gegen La Palma oder eine andere Kanareninsel gefallen. Google Maps Referenz |
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Auch an der Südspitze findet man ein von Vulkanen geprägtes Landschaftsbild. Die Aufnahme entstand auf dem rund 800 Meter hohen Mt. Teneguia Vulkan und zeigt die Hänge des Mt. San Antonio Vulkans. Der Vulkanismus hinterließ an vielen Stellen im Südteil der Insel bis zu 90 Grad Celsius heißes Gestein. Google Maps Referenz |
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Das Galileo National Telescope (TNG) wird von Italien betrieben und ist eines der ältesten Observatorien auf der Insel La Palma. Auch auf dieser Aufnahme ist die etwas tiefer liegende Wolkedecke sehr schön auszumachen. Google Maps Referenz |
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Und hier ein Blick auf das Galileo National Telescope (TNG) bei Sonnenuntergang. Das TNG beherbergt einen 3,60 Meter großes Spiegelteleskop. Ein Besuch der einzelnen Teleskope ist leider nicht möglich. Google Maps Referenz |
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Das bis Sommer 2007 größte Observatorium auf La Palma war das von Großbritannien betriebene Wilhelm-Herschel-Telescope (WHT). Es beinhaltet ein 4,20 Meter großen Spiegel, der hauptsächlich für die Beobachtung von Objekten im Sonnensystem, schwerpunktmäßig Planeten, Asteroiden und Kometen, eingesetzt wird. Google Maps Referenz |
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Einen weiteren, empfehlenswerten Reisebericht rund um das Thema La Palma findet man bei Beatrice Nieuwenhout und der Kategorie Kanarische Inseln des Open Directory Project.
Sollte Interesse an der einen oder anderen Aufnahme in einem größeren Format bestehen, so können diese gerne zur Verfügung gestellt werden. Alle hier verwendeten Aufnahmen sind nicht für den freien Gebrauch bestimmt. Bitte respektieren Sie daher das geistige Eigentum.





























