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Discovery Channel Telescope (DCT)

Im Februar 2003 vereinbarten das Lowell Observatory und der Betreiber des Discovery Channels, die Discovery Communications, den Bau eines neuen astronomischen Teleskops. Die erste Inbetriebnahme des Discovery Channel Telescope wird für das Jahr 2009 angestrebt - mit der eigentlichen wissenschaftlichen Arbeit kann dann nach der finalen Fertigstellung im Jahr 2010 begonnen werden. Als Standort wurde eine rund 2.365 Meter hohe Erhebung namens Mogollon Rim im Coconino National Forest, unweit von Happy Jack und rund 75 Kilometer südlich von Flagstaff/Arizona in den USA, gewählt.

Das Aufgabengebiet des Teleskops ist sehr weitläufig und umfasst dabei Fragestellungen aus den Bereichen Planetologie und Astrophysik. Dabei stellt auch die Suche nach erdnahen Asteroiden und transneptunischen Objekten aus dem Kuiper-Gürtel und der Oortschen Wolke neben der Suche nach extrasolaren Planeten einen Schwerpunkt der wissenschaftlichen Aktivitäten dar.


Bild 1: Discovery Channel Telescope (DCT)

Discovery Channel Telescope (DCT)
Studie zur Konstruktion



Bild 2: Discovery Channel Telescope (DCT)

Discovery Channel Telescope (DCT)
Studie zur Konstruktion


Bild 3: Standort des Discovery Channel Telescope (DCT) in Google Maps

Standort des Discovery Channel Telescope
in Google Maps




Das Discovery Channel Telescope besteht aus einem einzelnen 4,20 m großen Spiegel. Die optische Konfiguration des Teleskops ist variabel ausgelegt. Einerseits besteht mit der Ritchey-Chrétien-Konfiguration die Möglichkeit, sowohl hochauflösende Aufnahmen des Himmels als auch spektroskopische Aufnahmen im optischen und nahen Infrarot-Bereich zu machen.

Andererseits kann das Teleskop auch in einer klassischen Primärfokus-Konfiguration genutzt werden, so dass ein mit rund 2° sehr großer, in etwa der Fläche des Vollmonds entsprechender Himmelsausschnitt betrachtet werden kann. Bei der Konfiguration in Ritchey-Chrétien-Anordnung handelt es sich um ein optisches Konstruktionsprinzip, dass recht nah mit der klassischen Cassegrain-Bauform verwandt ist. Diese Konfiguration ist insbesondere für die Überwachung des Nachhimmels gut geeignet, da ein vergleichsweise großer Abschnitt des nächtlichen Sternhimmels in relativ kurzer Zeit erfasst werden kann.

Ferner ist auch vorgesehen, das Teleskop in einer Nasmyth-Konfiguration, einer Kombination der Newton- und Cassegrain-Bauweise, zu nutzten. Die Möglichkeit der Änderung des optischen Systems ist bei Teleskopen dieser Größe sehr selten anzutreffen.

Im Primärfokus ist eine aus insgesamt 40 einzelnen CCDs mit jeweils 8 Megapixeln zusammengesetzte Kamera montiert. Das Teleskop selbst ist in einem achteckigen Gebäude untergebracht. Zu Beginn des Projekts war auch eine klassische Rundkuppel im Gespräch.

Hinsichtlich der Verfügbarkeit der Angebote kann keine Garantie übernommen werden. Die hier verwendeten Aufnahmen steht unter dem Copyright des Lowell Observatory.