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Isaac Newton Group of Telescopes (ING)

Jeder Hobbyastronom sollte es sich nicht nehmen lassen, bei einem Urlaub auf der Kanareninsel La Palma einen kleinen Abstecher zu den astronomischen Einrichtungen der Isaac Newton Telescope Group (ING), die den Kernbereich des Roque de los Muchachos Observatoriums darstellen, zu machen. Zu dieser Gruppe, dem eigentlichen Kern der international betriebenen astronomischen Einrichtungen auf La Palma, gehören die folgenden Teleskope:


Daneben befinden sich auch eine Reihe weiterer Observatorien und astronomischer Einrichtungen, die ebenfalls von verschiedenen europäischen Staaten unterhalten werden und zum Roque de los Muchachos Observatorium gehören:


Wenn Sie auch einmal auf La Palma sind und die Observatorien besuchen möchten, dann lassen Sie sich keinesfalls von den Wolken an den Berghängen abschrecken. Im Allgemeinen endet die Wolkenobergrenze bei 1.800 Meter, so dass auf der Bergspitze stets ein ausgezeichneter Ausblick gewährleistet ist. Für die rund 2.400 Meter Höhenunterschied zwischen dem Airport respektive St. Cruz de la Palma und dem Gipfel des Mt. Roque de los Muchachos ist ein rund 65 Kilometer lange, gut ausgeschilderte Straße angelegt, für deren Bewältigung Sie unbedingt rund 1,5 Stunden Zeit einplanen sollten. Die Straßen sind durchgängig vergleichbar mit deutschen Standards - gelegentlich findet sich der eine oder andere Felsbrocken auf der Straße. Ein durchzugsstarkes Fahrzeug mit Servolenkung erleichtert die Fahrt durch die Serpentinen (mehr als 120 Kurven) ungemein, doch ist dies nicht erforderlich - mehr als 50 km/h sind sowieso nicht realisierbar. Die Fahrt führt durch die verschiedenen Vegetationszonen der Insel und bietet eindrucksvolle Naturimpressionen. Ein Zwischenstopp ist eigentlich ein Muss.

Um eines vorweg zu nehmen: Eine spontane Besichtigung der verschiedenen astronomischen Einrichtungen ist leider nicht möglich. Da wollen wohl die Astronomen bei ihrer Arbeit nicht gestört werden - schließlich ist die knappe Beobachtungszeit für jedes Team sehr kostbar. Einzig an einigen Tagen im Sommer jeden Jahres gibt es die Möglichkeit einer Führung durch einige Observatorien.



Bild 1: La Palma aus dem Weltall betrachtet


Ein Blick auf die kanarische Insel La Palma aus dem Weltall. Dank Google Earth ist fast kein Ort auf der Erde unentdeckt geblieben.


Bild 2: Serpentinen auf La Palma


Die verschiedenen Observatorien des Isaac Newton Telescope Group (ING) befindet sich auf dem Mt. Roque de los Muchachos. Für den Höhenunterschied von rund 2.400 Metern zwischen St. Cruz de la Palma und der Bergspitze sind rund 55 Kilometer Straße, oder besser gesagt schmale Serpentinen zu bewältigen. Der Ausblick auf Natur und Landschaft lädt dabei jedoch an verschiedenen Stellen zum Verweilen bzw. einen kurzen Stopp ein.


Bild 3: Ausblick vom Roque de los Muchachos auf La Palma


Direkt über den Wolken hat man einen großartigen Ausblick. Wenn das Wetter mitspielt, was meistens der Fall ist, dann kann man von hier aus auch den 3.718 Meter hohen Mt. Pico del Teide auf Teneriffa sehen. Die kanarische Insel Teneriffa liegt rund 60 Kilometer von La Palma entfernt.


Bild 4: Wilhelm-Herschel-Teleskop (WHT) auf La Palma


Die höchste Erhebung auf La Palma, der 2.924 Meter hohe Mt. Roque de los Muchachos, beherbergt eine ganze Reihe an astronomischen Teleskopen. Im Vordergrund ist das Wilhelm-Herschel-Teleskop (WHT) zu sehen. Es handelt sich um ein Spiegelteleskop mit einem Durchmesser von 4,20 Metern. Es wurde im Juni 1987 erstmals in Betrieb genommen.


Bild 5: Ausblick vom Roque de los Muchachos auf La Palma


Hier bin ich, der Verfasser des Artikels, auf dem Mt. Roque de los Muchachos. Im Hintergrund sind einige Teleskope der Isaac Newton Telescope Group (ING) zu sehen. Am Abend ist es auf der Bergspitze schon ziemlich kalt. Selbst im Sommer kann es in der Nacht gefrieren. Im Winter fällt durchaus häufiger auch ein wenig Schnee auf den Gipfeln der Berge.


Bild 6: St. Cruz de la Palma bei Nacht


Dies ist ein Blick auf das nächtliche St. Cruz de la Palma. Vom Hotel aus, welches zwischen Airport und St. Cruz de la Palma gelegen ist, gelang man in 10 Minuten entspannt per Auto in die schön restaurierte Hauptstadt der Insel.


Bild 7: Isaac Newton Teleskop (INT) auf La Palma


Ein schöner Ausblick auf einige Teleskope, die unter der Regie des Particle Physics and Astronomy Research Council (PPARC) und der Netherlands Organization for Scientific Research (NWO) betriebenen werden. Die kleinen Türme im Vordergrund sind von Schweden betriebene Sonnenobservatorien.


Bild 8: Nordic Optical Telescope (NOT) auf La Palma


Eine Aufnahme des Nordic Optical Telescope (NOT), das als Gemeinschaftsprojekt von einigen skandinavischen Ländern betrieben wird. Die Sternwarte beherbergt ein Spiegelteleskop mit einem Durchmesser von 2,50 Metern. Das Teleskop wurde 1988 bzw. 1989 in Betrieb genommen. Es wurde im Laufe der Jahre mit einer Reihe von elektronischen Komponenten aufgerüstet. Heute sind u.a. auch zwei 1 Megapixel und jeweils eine 4 bzw. 16 Megapixel CCD-Kamera im Einsatz.


Bild 9: Galileo National Telescope (TNG) auf La Palma


Das Galileo National Telescope (TNG) wird von Italien betrieben und ist eines der ältesten Observatorien auf der Insel La Palma. Dank dem Einsatz einer so genannten Adaptiven Optik zählt es mittlerweile zu den leistungsfähigen Teleskopen weltweit. Auch auf dieser Aufnahme ist die etwas tiefer liegende Wolkedecke sehr schön auszumachen.


Bild 10: Galileo National Telescope (TNG) auf La Palma


Ein Blick auf das Galileo National Telescope (TNG) bei Sonnenuntergang. Das TNG beherbergt einen 3,60 m großes Spiegelteleskop. Die Anlage wurde im Jahr 1998 dem wissenschaftlichen Betrieb übergeben. Zur Optimierung der Leistungsfähigkeit wurde das Teleskop nach dem Jahr 2000 mit einer adaptiven Optik ausgestattet, wodurch insbesondere im nahen Infrarotbereich des Lichtes beachtliche Resultate erzielt werden konnten. Ein Besuch der einzelnen Teleskope ist leider nicht möglich, wohl aber ein Rundgang auf dem Gelände.


Bild 11: Wilhelm-Herschel-Telescope (WHT) auf La Palma


Das bis zur Fertigstellung des GranTeCan-Teleskops im Jahr 2007 noch größte Observatorium auf La Palma ist das von Großbritannien betriebene Wilhelm-Herschel-Telescope (WHT). Es beinhaltet ein 4,20 Meter großen Spiegel, der für die Beobachtung von Objekten im Sonnensystem, aber auch von Galaxien und Schwarzen Löchern eingesetzt wird. Obwohl die Planung des Teleskops bereits im Jahr 1974 begann, zählt es durch die kontinuierliche Verbesserung weiterhin zu einem der wichtigsten astronomischen Teleskope weltweit.


Bild 12: Passatwolken im Gebirge auf La Palma


Die vom Atlantischen Ozean kommenden Passatwolken vollführen auf La Palma immer ein eindrucksvolles Schauspiel: Sie klettern auf der Westseite die Berge hinauf, um auf der Ostseite langsam wieder abzufallen. Auf dieser Aufnahme sind die Wolkenstrukturen recht gut zu erkennen.


Sollten Sie Interesse an der einen oder anderen Aufnahme in einem größeren Format haben, dann können Sie diese gerne anfordern. Alle hier verwendeten Aufnahmen sind nicht für den freien Gebrauch bestimmt. Bitte respektieren Sie daher das geistige Eigentum. Bitte beachten Sie ferner, dass hinsichtlich der Verfügbarkeit der Angebote keine Garantie übernommen werden kann.