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Sonnenfinsternis 1999

Im August diesem Jahr waren die Europäer in der glücklichen Lage eine Totale Sonnenfinsternis zu beobachten. Aus diesem Anlass bietet dieser Artikel eine kleine komprimierte Nachlese dieses Ereignisses.

In diesem Jahrhundert waren nur ganze 13 totale Finsternisse in Europa zu beobachten. Die nächste totale Finsternis wird am 3. Oktober 2005 in Spanien zu beobachten sein. Übrigens: Die am 11. August 1999 stattfindende Sonnenfinsternis gehört zur Sarosperiode Nr. 145, der seit dem 4. Januar 1639 noch bis zum 17. April 3009 einige Sonnenfinsternisse bescheren wird.

Im Gegenzug zur unteren Konjunktion tritt die obere Konjunktion, die, wie die untere Konjunktion, nur bei den inneren Planeten Merkur und Venus möglich ist, dann ein, wenn sie sich hinter der Sonne, also im von der Erde aus nicht sichtbaren Bereich befinden.

Die Finsternis war in den meisten europäischen Ländern zu beobachten. Die Totalität, d.h. die Phase der vollständigen Verdunklung dauerte insgesamt 147 Sekunden und war in einem 116 Kilometer breiten Streifen zu sehen. In Deutschland sind die Städte Saarbrücken, Karlsruhe, Stuttgart, Ulm, Augsburg und München besonders prädestiniert gewesen.


Bild 1: Totale Sonnenfinsternis 1999

Totale Sonnenfinsternis
Aufnahme vom 11. August 1999 kurz vor der Phase der totalen Finsternis



Bild 2: Totale Sonnenfinsternis 1999

Totale Sonnenfinsternis
Aufnahme vom 11. August 1999 während der Phase der totalen Finsternis


Bild 3: Totale Sonnenfinsternis 1999

Totale Sonnenfinsternis
Aufnahme vom 11. August 1999 kurz nach der Phase der totalen Finsternis



Bild 4: Totale Sonnenfinsternis 1999

Totale Sonnenfinsternis
Komposit-Aufnahme der Finsternis vom 11. August 1999 von Dr. Albert Sudy


Während einer totalen Sonnenfinsternis wird die Sonne durch den Mond, welcher sich zwischen Sonne und Erde schiebt, vollständig verdeckt. Der kleine Erdmond (er ist 456-mal kleiner als die Sonne) nutzt dabei die wesentlich geringe Entfernung zur Erde aus, um die Sonne zu verdecken. In aller Regel zieht der Schatten des Mondes bei Voll- oder Neumond oberhalb oder unterhalb der Erde vorbei, so dass es zu keiner Finsternis kommt. Aufgrund der relativ strengen Bedingungen für die Konstellation des Mondes zwischen Erde und Sonne ist eine totale Sonnenfinsternis sehr selten. Weitaus häufiger ist dagegen eine partielle oder ringförmige Sonnenfinsternis anzutreffen. Bei einer partiellen Finsternis verdeckt der Mond nur einen Teil der Sonne und bei einer ringförmigen Finsternis wird die Sonne nur zum Teil (maximal in der Mitte) abgedeckt. Diese Phänomene sind das Ergebnis von der Unschärfe der Mondbahn, welche zu weit ober- oder unterhalb von der Sonne verläuft. Bei einer ringförmigen Sonnenfinsternis erreicht der Kernschatten des Mondes die Erde nicht vollständig.

Während die Sonne vom Mond vollständig verdeckt wird, kann man die Korona (die äußere Sonnenatmosphäre) der Sonne beobachten. Sie erscheint dem Beobachter als leuchtend roter Saum um die abgedeckte Sonnenscheibe.

Weitere Informationen zum Thema sind auf den folgenden Websites verfügbar:

Hinsichtlich der Verfügbarkeit der Angebote kann keine Garantie übernommen werden. Die hier verwendete Aufnahme steht, soweit nicht anders gekennzeichnet, unter NASA Public License.