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SETI: Suche nach außerirdischer Intelligenz

Sind wir allein im Universum? Diese Frage hat sich sicherlich jeder an der Astronomie Interessierte schon einmal gestellt. Nun - niemand kann diese Frage zur Zeit beantworten, doch ist es wohl sehr wahrscheinlich, dass eine große Anzahl der Milliarden Sterne in unserer Galaxie (Milchstraße) im Rahmen evolutionärer Entwicklungen durchaus ähnliche Lebens- und Zivilisationsformen hervorgebracht haben dürfte. Eine der wichtigsten Institutionen für die Beantwortung dieser Frage ist die SETI-Gesellschaft.


Logo Search for Extraterrestrial Intelligence (SETI)

Vor etwa 20 Jahren wurde in den USA das mit Regierungsgeldern gefördertes SETI-Projekt (Search for Extraterrestrial Intelligence) zur Suche nach außerirdischer Intelligenz gestartet. Nach einigen wenigen Jahren versiegten diese Fördermittel, so dass man sich seitens der SETI-Gesellschaft nach neuen Finanzquellen umsehen musste. Seit Anfang 1999 läuft daher das Seti@Home Projekt der Berkeley University. Seit Ende des Jahres 2003 nahm Australien mit dem Parkes Observatorium den Himmel über der Südhalbkugel ebenfalls die Suche nach Zeiten künstlicher Intelligenz unter die Lupe.

Mit einem speziellen Programm werten nunmehr mal als drei Million Menschen auf der ganzen Welt (Stand 3. Juni 2004: 5,01 Mio. User in 226 Länder und bis zu 5,40 Mio. bei Einstellung des ursprünglichen Projekts auf Basis der 1. Softwaregeneration Mitte 2005) die mit dem Arecibo Radioteleskop in Puerto Rico aufgezeichneten Daten aus. Dabei nutzt das als Screensaver konzipierte Programm nicht genutzte Rechenzeit. In regelmäßigen Abständen werden die Resultate via Internet an den Hauptserver und holen sich neue Datenpakete ab. Bislang wurde von Privatpersonen als auch von Firmen (SUN Microsystems, Apple Computers usw.) und Universitäten mehr als 2,3 Mio. Jahre Rechenleistung investiert.

Per Juni 2007 sind knapp 650.000 registrierte User am Projekt beteiligt. Die gegenüber zu Beginn des Projektes in 1999 drastisch gefallene User-Zahl ist in erster Linie der zwischenzeitlich stark gewachsenen Popularität von Projekten zu so genannten Distributed Computing, d.h. dem verteilten Rechnen, geschuldet. Die BOINC-Plattform bietet mehr als 40 verschiedene Projekte.

Mehr Informationen zum SETI@Home-Projekt sind im Internet auf den Seiten der Berkeley University abrufbar. Das Programm zur Auswertung der Daten ist zwischenzeitlich für die gängigsten Betriebssysteme (Windows 95/98/NT/2000/XP, MacOS, Unix usw.) erhältlich. Einen aktuellen Überblick zu den Zielen des Projektes ist auch in einem Special des Online-Magazins Telepolis verfügbar.