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Windows 98 und der Datenschutz

Nach der neuerlichen Panne bei der Übersendung von personifizierbaren Benutzerdaten im Rahmen der Registrierung von Produkten aus dem Hause Microsoft, insbesondere Microsoft Windows 98 und Microsoft Office bemüht man sich in Redmond nunmehr, das Spionage-Image loszuwerden. Es bleibt in der Zukunft abzuwarten, ob man Microsoft hinsichtlich der Respektierung der Privatsphäre glauben kann.

Auch Intel bleibt nach wie vor mit dem Einsatz der Seriennummer für die neue Generation der Pentium III-Prozessoren bei der Strategie "Big Brother is watching you". Sicherlich darf nicht unerwähnt bleiben, dass die BIOS-seitige Abschaltung dieses Feature nunmehr von den meisten Herstellern von Hauptplatinen unterstützt wird, doch stellt sich uns hier die grundsätzliche Frage nach dem Sinn dieser Aktion. In der Praxis wird von dieser Option jedoch kaum Gebrauch gemacht.

Daneben muss in diesem Zusammenhang auch der wachsende Handel Kundendaten aus Internetgeschäften betrachtet werden, da er vermutlich mittelfristig aufgrund der wachsenden Vernetzung zu einem gravierenden Eingriff in die Privatsphäre führen wird. Da hilft es leider nicht, wenn die Betreiber von Online-Shops meistens versteckt entsprechende Hinweise zur Verwendung von Kundendaten anbringen und dem potentiellen Kunden durch SSL-Verbindungen ein gewisses Sicherheitsgefühl vorgaukelt. In vielen Fällen ist eine Abwahl des in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen verankerten Einverständnisses zur Weitergabe von Kundendaten gar nicht möglich. Wenn der Handel mit oder die schlichte Auswertung von kundenspezifischen Daten ein wesentlicher Bestandteil der unternehmerischen Tätigkeit sein soll, dann sollte man erwarten, dass die Betreiber dieser Website respektive Hersteller von Software dem Nutzer reinen Wein einschenken und die Intentionen deutlich kennzeichnet.